TIER Mobility - Eine Erfolgsgeschichte

Bessere Einsichten, bessere Produkte, glücklichere Fahrer*innen und eine grünere Stadt

Das Projekt

Zusammen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet TIER emissionsfreie Alternativen zum Autofahren und befreit Städte dadurch von Umweltverschmutzung und Verkehrsstaus. Die E-Scooter von TIER werden in einem Free-Flow-Modell gemietet, indem ein QR-Code gescannt wird. Dank eines nahtlosen Registrierungsmodells kann die Registrierung bis zur ersten Fahrt in weniger als einer Minute abgeschlossen werden. Zudem wurden Integrationen in viele beliebte Apps für öffentliche Verkehrsmittel durchgeführt, etwa die BVG Jelbi App für Berlin und die MVG More App für München.

Die Herausforderung

TIER sah sich beim Start einem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld mit hohen Kundenerwartungen in Bezug auf Differenzierung gegenüber. Dies führte zu einer Reihe von Entscheidungen der führenden Technologen des Unternehmens: CTO Matthias Laug und Directory of Technology Amir Hadi. In erster Linie wollten sie einfache und einheitliche Implementierungsschnittstellen mit dem geringstmöglichen Wartungsaufwand für ihre Ingenieure. Die zweite Säule bildete ein vollständig automatisierter Ansatz, um Infrastrukturentscheidungen überprüfbar und umsetzbar zu machen und um jegliche nachfolgende Bereitstellungsprozesse nahtlos und einfach zu gestalten. Die letzte Säule sollte eine datenbankgesteuerte Business-Analytics-Infrastruktur sein, die Sensordaten, Geschäftstransaktionsmetriken, Zugriffsprotokolle und andere Formen der Telemetrie sammelt und gleichzeitig von Anfang an die DSGVO-Anforderungen erfüllt.

„Unser Plan war es, die Bereitstellung neuer interner und kundenorientierter Funktionen zum Kinderspiel zu machen und es für Ingenieure und Business-Analysten gleichermaßen zu vereinfachen, die Auswirkungen zu messen“, erklärt Amir Hadi.

Um die organisatorischen Anforderungen umzusetzen, ohne die Freiheit der Entwickler zu beeinträchtigen, baute TIER seine Architekturen auf den Säulen des Well-Architected Frameworks auf. Dies bedeutet, dass operative Exzellenz (insbesondere eine erstklassige End-to-End-Überwachung), Sicherheit, Zuverlässigkeit, Leistungseffizienz und Kosten wichtige Ziele bei der Entwicklung ihrer Bereitstellung waren. Selbst in der Produktion und bei der Beschleunigung des Betriebs bietet TIER seinen Entwicklern heute die Freiheit, ihre Lösungen in einem optimalen Lösungsraum zu implementieren: von Spring-Boot-Java-Anwendungen über Lean&Mean-Node-Anwendungen bis hin zu statisch verknüpften Golang-Binärdateien.

Die Lösung

Erstklassige Deployment-Schnittstellen und Deep Datalakes

Für fast alle genannten Anforderungen hat sich AWS als idealer Infrastrukturpartner erwiesen. Mit Unterstützung von kreuzwerker automatisierte TIER die Infrastruktur seiner beiden primären Bereitstellungsschnittstellen: AWS Lambda und AWS Elastic Kubernetes Services. Obwohl Lambda und K8S nominell denselben Raum abdecken, unterstreicht der Einsatz von Lambda und K8S den von TIER verfolgten Best-of-Breed-Ansatz: Lambda verarbeitet heute die meisten ereignisgesteuerten kurzlebigen Business-Intelligence-Aufgaben sowie einige APIs, die mit einer großen Anzahl stark entkoppelter Funktionen erstellt wurden, die mit NodeJS-Funktionen geschrieben und über das serverlose Framework orchestriert werden, das wiederum AWS CloudFormation Infrastruktur-Provider verwendet. Die elastischen K8S-Dienste hingegen führen in der Regel die rechenintensiven Teile der Infrastruktur aus und werden von einigen AWS-verwalteten Diensten wie RDS/Aurora unterstützt. Der gleiche Stack unterstützt Business-Analytics-Toolchains, die Datentransformations- und Abfragedienste auf S3-Sourcing-Datenbanken wie Athena und AWS Redshift ausführen. Diese Infrastruktur wird mithilfe des Terraform-Infrastruktur-Provisioners, der vom AWS-Technologiepartner HashiCorp erstellt wurde, auf dieselbe Weise vollständig automatisiert.

Kontinuierliche Integrations- und Bereitstellungsservices, die eine Mischung aus Helm- (ein benutzerdefiniertes Terraform-Enterprise-Setup und serverlose Bereitstellungen werden von AWS Technology Partner CircleCI ausgeführt), Cross-Stack-Infrastruktur-, K8S- und Protokollüberwachungsservices ausführen, werden vom AWS-Technologiepartner DataDog mit zusätzlicher Hilfe der in der Cloud ansässigen Schwergewichte Grafana und Prometheus bereitgestellt.

Das Fazit

Nächste Schritte für TIER und die Zukunft der Mobilität

Heute verarbeitet TIER jede Woche mehrere TB Events, die durch 750.000 Fahrten von Tausenden von Fahrern generiert werden, und erweitert seine Aktivitäten kontinuierlich auf neue Städte und Märkte. Als Nächstes wird TIER die Ebenen in seinem IoT-fähigen E-Scooter der nächsten Generation reduzieren und AWS-verwaltete Services hinzufügen. Gleichzeitig passt TIER die Datenerfassungsparadigmen von AWS mit Technologien wie Lake Formation, AWS Glue und AWS Athena aggressiv an, um die Business-Intelligence-Abläufe der nächsten Generation voranzutreiben. Diese parallele Strategie, mehr Telemetrie freizuschalten, ohne die Datenschutzerwartungen zu beeinträchtigen, und gleichzeitig die Tiefe der Daten zu erweitern, wird letztendlich zu besseren Einsichten, einem besseren Produkt, glücklicheren Fahrern und einer grüneren Stadt führen.

„Unsere neuen E-Scooter werden den Komfort kontinuierlich verbessern und ein großartiges Fahrerlebnis mit nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität verbinden“, sagt Lawrence Leuschner, CEO von TIER. Das starke technische Fundament von AWS und die Dienstleistungen auf höherer Ebene werden diese Vision auch in Zukunft unterstützen.

TIER mobility ist das führende europäische Unternehmen auf dem Gebiet der Shared-Micromobility-Services und ist maßgeblich daran beteiligt wie sich Menschen in der Zukuft in den Innenstädten bewegen. Heute ist TIER der am schnellsten wachsende E-Scooter-Anbieter aller Zeiten und erreichte bereits 6 Monate nach Markteintritt im Oktober 2018 eine Million. TIER hat allein in Deutschland weit über zwei Millionen Fahrten mit mehr als 10.000 E-Scootern durchgeführt - eine weitere Branchenpremiere. Das Unternehmen beschäftigt über 300 Mitarbeiter und bietet Dienstleistungen in über 40 Städten in 10 europäischen Märkten an.

Die Gründer des Unternehmens sind Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin.