pixx.io: Weniger Work, mehr Flow

Dank Migration in die AWS-Cloud ist die Medien­verwaltung-Software jetzt schneller und sicherer! So hat kreuzwerker das komplexe Projekt schnell und reibungslos umgesetzt.
11.06.2024

Richard Michel und Christoph Trautbeck haben 2001 eine Agentur für individuelle Software und Webanwendungen gegründet. Immer wieder waren sie mit einem Wirrwarr an Bildern, Videos und anderen Dateien konfrontiert. Um dies in den Griff zu bekommen, gründeten sie 2015 pixx.io. Die Software zum Digital Asset Management kam anfangs mit einer Hardware-Box, seit Ende 2016 gibt es pixx.io als Software-as-a-Service. Die Software erleichtert die Einrichtung von Dateiarchiven und vereinfacht den Umgang mit Lizenzen und Freigaben. Eine Stärke sind die schlauen Such- und Filterfunktionen mit automatischen Tags und Metadaten sowie die einfache Zusammenarbeit in Teams und mit Externen.

Mit einer Box fing es an. Die konnte man sich auf den Schreibtisch stellen und dort alle Mediendateien – Bilder, Videos, PDFs und vieles mehr – abspeichern und in Windeseile durchsuchen. Mit diesem Geschäftsmodell gründeten Richard Michel und Christoph Trautbeck 2015 in Mühldorf in Bayern ihr Startup pixx.io. Ein Jahr später hatte die pixx.io-Box schon wieder ausgedient. Die Box hielt mit der explodierenden Menge an Mediendaten einfach nicht Schritt. Es spricht für die beiden Gründer, dass sie das so schnell erkannten und ihr Geschäftsmodell umstellten. Heute ist pixx.io eine Software as a Service aus der Cloud. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sowie Verwaltungen nutzen den Dienst fürs Media Management ihrer Teams.

Bis der Dienst so leistungsfähig wurde wie heute, gab es einige Hürden zu überwinden. Ein Meilenstein war der Gang in die Public Cloud, dort ist pixx.io seit drei Jahren. Davor lief die Software on-premise bei den Kunden. Mit wachsender Nutzerzahl entschied sich das Management aber dann für die Migration. Mit dem ersten Cloud-Anbieter hatte das Unternehmen kein Glück, vor allem der Support ließ zu wünschen übrig. Dabei hatte man es gut gemeint und gedacht, dass ein deutscher Anbieter der überwiegend deutschen Kundschaft besser zu vermitteln sei.

Um einen anderen Dienstleister zu finden, hat sich Gründer Richard Michel in der Cloud-Szene umgehört, wer denn als Alternative in Frage kommen könnte. „AWS war schon länger ein Thema bei uns, und auf deren Empfehlung sind wir dann zu kreuzwerker gekommen“, so Felix Schillmaier. Und weil AWS das Consulting von kreuzwerker über ein Funding sponserte, war der Deal schnell eingetütet.

Im Januar 2023 ging es los. Die kreuzwerker Arne Haese und Alexa Perovic hievten die Software von pixx.io in die AWS-Cloud. Dabei stellten sie die komplette Infrastruktur als Code (Terraform) in der AWS-Umgebung bereit. Sie nutzten Superwerker, eine Open-Source Multi-Account-Verwaltungssoftware von kreuzwerker. Diese bietet beste Voraussetzungen in Hinsicht auf Sicherheits- und Compliance-Standards für die Trennung von Workload-Accounts. Aus einem komplexen und starren Software-Monolithen mit einer Master-Instanz und diversen Worker-Instanzen schälten Haese und Perovic Schritt für Schritt eine flexible Lösung heraus. So sind unter anderem die Worker-Instanzen jetzt in Autoscaling-Gruppen verwaltet, die bei Ausfällen automatisch für Ersatzinstanzen sorgen oder auch Lastspitzen durch kurzfristige Erhöhung der Kapazität abfangen. Außerdem gibt es nun Microservices ausgelagert in Containern wie zum Beispiel das Modul zum Konvertieren, Indizieren und Thumbnailen von Bildern. Wichtig auch die Sicherung der Instanzen nach dem Least-Privilege-Prinzip. Kommt es zu einem Hackerangriff, kann sich dieser nicht ausbreiten, weil jede Instanz nur das tun darf, was minimal nötig ist, aber nicht mehr.

Klingt aufwendig und das war es auch, sagt Arne Haese. Einiges an Einarbeitung und Handarbeit sei nötig gewesen, um die komplexe Installation bei dem vorherigen Cloud-Dienstleister zu durchdringen, zu vereinfachen und auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben, etwa in Sachen Datenresilienz und Automatisierung.

Im August 2023 war die Migration durch kreuzwerker abgeschlossen. Nach weiteren eigenen Arbeiten an den Datenbanken hat pixx.io im Dezember den Schalter umgelegt. Seitdem läuft die gesamte Software in der AWS-Cloud. Die Vorteile zeigten sich sofort. Das System ist schneller und sicherer geworden, außerdem spart pixx.io einiges an Kosten. Lachende Dritte in dem Projekt sind die Kunden. Die früher so häufigen Beschwerden wegen zu langsamer Downloads sind Schnee von gestern, die Software läuft seit dem Umzug viel stabiler. „Für pixx.io ist das ein Riesenschritt“, sagt Felix Schillmaier.

„Die Zusammenarbeit war perfekt, das Team von pixx.io sehr nett und pragmatisch“, lobt Haese. Auch vom Kunden kommt großes Lob. „Gleich beim ersten Meeting habe ich gemerkt, dass es fachlich und menschlich passt“, erzählt Schillmaier. Das proaktive und selbstständige Arbeiten sieht er als Pluspunkte der kreuzwerker-Kollegen.

Mit Abschluss des Migrationsprojekts soll die Zusammenarbeit aber nicht enden. Als nächste Baustelle hat Schillmaier die Suchmaschine ins Visier genommen, die schon bald optimiert und KI-ready werden soll – „gerne wieder mit Unterstützung von kreuzwerker“.